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Case Study · Photovoltaik & Wärmepumpe

Von gekauften Leads zum eigenen Anfragesystem.

Ein mittelständischer PV-Installationsbetrieb kaufte Anfragen für rund 150 € pro Stück. Gleichzeitig kamen über ein Hersteller-Partnerprogramm kostenlose Anfragen herein, die deutlich häufiger zu Aufträgen wurden.

Aus diesem Unterschied entstand Schritt für Schritt eine eigene Strecke — von Landingpage und Vorqualifizierung über Tracking und CRM bis zum Vertrieb.

System hinter dem Ergebnis ansehen

Ausgangspunkt

Der stärkste Hinweis kam nicht aus dem Werbekonto. Sondern aus dem Vertrieb.

Zwei Anfragequellen liefen parallel. Der Vertrieb dahinter war derselbe — die Ergebnisse waren es nicht.

Portal-Leadsvorher
150 €

pro gekaufter Anfrage

1 – 5 % Abschlussquote auf Auftrag
Hersteller-AnfragenParallelquelle
0 €

direkter Einkaufspreis für den Betrieb

deutlich höher in der Abschlussqualität

Gleiche Mannschaft. Gleiche Produkte. Andere Anfragequalität.

Damit verschob sich die Frage von „Wie bekommen wir mehr Leads?“ zu „Was macht eine Anfrage tatsächlich wertvoll?“

Diagnose

Vier Unterschiede wurden zur Bauanleitung.

Nicht ein einzelner Kanal war die Lösung. Entscheidend waren vier Eigenschaften der Anfrage.

01

Kaufabsicht

Menschen mit konkretem Bedarf wurden näher an ihrer tatsächlichen Kaufentscheidung abgeholt — statt nur möglichst viele Kontakte zu erzeugen.

02

Exklusivität

Eigene Anfragen blieben beim Betrieb. Kein paralleler Weiterverkauf, keine fremde Datenhoheit, kein Wettlauf gegen mehrere Anbieter.

03

Vorqualifizierung

Relevante Angaben wurden vor dem Erstkontakt strukturiert erfasst und im CRM priorisiert. Der Vertrieb sah schneller, welche Fälle Substanz hatten.

04

Geschwindigkeit

Neue Anfragen liefen direkt in den Vertriebsprozess. Weniger manuelle Zwischenschritte, weniger verlorene Zeit zwischen Interesse und Erstkontakt.

Das System

Nicht Ads optimiert. Die komplette Strecke verbunden.

Marketing, Website, Qualifizierung, CRM und Vertrieb wurden nicht länger als getrennte Maßnahmen behandelt.

  1. 01 · Nachfrage

    Google · Meta · SEO

    Kaufnahe Suchintentionen und Kampagnen statt isolierter Reichweite.

  2. 02 · Einstieg

    Landingpage

    Klare Seiten für konkrete Bedürfnisse, Produkte und Regionen.

  3. 03 · Filter

    Multi-Step

    Bedarf, Objekt und Umsetzungsreife werden vor dem Gespräch erfasst.

  4. 04 · Priorität

    Lead-Score

    Qualifizierte Fälle werden für den Vertrieb sichtbar priorisiert.

  5. 05 · Übergabe

    CRM

    Anfragen landen strukturiert im System statt in einzelnen Postfächern.

  6. 06 · Bearbeitung

    Vertrieb

    Der Außendienst arbeitet mit Kontext statt mit einer nackten Telefonnummer.

  7. 07 · Ergebnis

    Auftrag

    Nicht nur Leads, sondern tatsächliche Vertriebsresultate werden relevant.

  8. 08 · Lernsignal

    Daten zurück

    Conversion-Signale fließen zurück in Messung und Optimierung.

Website+Qualifizierung+Tracking+CRM+Vertrieb

Entwicklung

Der Weg zu 22 € verlief in Etappen.

Drei belegte Zustände, keine geglättete Erfolgskurve. Für die Zwischenmonate liegen keine getrennten CPL-Werte vor.

01

Ausgangslage

150 €

Portal-Einkauf

Zugekaufte Anfragen bildeten einen wesentlichen Teil der Leadversorgung.

02

Monate 1–2

70 – 100 €

Aufbau & Tests

Schon die erste eigene Strecke senkte die Kosten deutlich — bevor das System vollständig optimiert war.

03

Monate 4–6

22 €

Optimiertes System

Kampagnen, Formulare, Zielgruppen und Conversion-Wege wurden auf Basis belastbarer Daten nachgeschärft.

1.750+qualifizierte Anfragen in 6 Monaten
15 %Abschlussquote auf Auftrag
150 € → 22 €nicht durch einen einzelnen Hebel, sondern durch das Gesamtsystem

Was konkret verändert wurde

Sechs Bausteine. Eine gemeinsame Daten- und Vertriebsstrecke.

Server-Side-Tracking war dabei wichtig — aber nicht die alleinige Erklärung für das Ergebnis.

Website

Landingpages & Anfragewege

Eigene Conversion-Strecken für unterschiedliche Bedürfnisse und Suchintentionen.

CRO

Multi-Step-Qualifizierung

Filterfragen und Formularlogik für bessere Vertriebsfälle statt möglichst vieler Formulareingänge.

CRM

Lead-Scoring & Übergabe

Strukturierte Übergabe ins CRM und Priorisierung nach Relevanz für den Vertrieb.

Tracking

Attribution & Server-Side

GA4, GTM und serverseitige Signale als belastbare Datenbasis für die Optimierung.

Paid

Google & Meta

Kampagnen, Zielgruppen, Creatives und Suchintentionen wurden auf Basis der entstehenden Daten nachgeschärft.

Organic

Technisches SEO

Eigene kaufnahe Einstiegspunkte ergänzten die bezahlte Nachfrage und reduzierten die Portalabhängigkeit.

Einordnung

22 € sind kein Versprechen. Die Architektur ist übertragbar.

Der konkrete CPL hängt unter anderem von Region, Wettbewerb, Produkt, Werbekosten, Marke und Vertrieb ab. Deshalb wäre es unseriös, den Endwert dieses Referenzfalls für einen anderen Betrieb zu versprechen.

Übertragbar ist die Logik dahinter:

Kaufabsicht erkennen eigene Nachfrage erzeugen qualifizieren schnell übergeben Ergebnis messen optimieren.

Nächster Schritt

Wo verliert Ihr Anfrageweg heute Geld?

Im Marktcheck prüfe ich Anfragequellen, Qualifizierung, Tracking und Übergabe an den Vertrieb. Keine pauschale CPL-Prognose — sondern eine Einordnung, wo im bestehenden System der größte Hebel liegt und ob ein eigener Anfrageweg wirtschaftlich sinnvoll ist.

Marktcheck starten

Händisch geprüft · Befund spätestens 2 Werktage · kein Pflicht-Termin · keine Zahlungsdaten

Fragen zum Referenzfall

Details, die häufig nachgefragt werden.

Sind 22 € pro Anfrage auf meinen Betrieb übertragbar?

Nicht als Zusage. 22 € war der Endpunkt einer Strecke, kein Startwert und kein Tarif. Was die Kosten pro Anfrage in Ihrem Fall bestimmt, sind Region, Produktmix und der Werbedruck Ihrer Mitbewerber. Übertragbar ist die Mechanik: Kaufabsicht, Exklusivität, Vorqualifizierung und Reaktionszeit lassen sich in jedem Betrieb mit eigenem Vertrieb nachbauen. Die Zahl, die dabei herauskommt, ist von Fall zu Fall verschieden.

Wie lange dauert es, bis eigene Anfragen ankommen?

Erste Anfragen entstehen früh, aber der belastbare Zustand braucht Zeit. In diesem Mandat lief das System nach 3 Monate produktiv, die Kosten pro Anfrage stabilisierten sich in den drei Monaten danach. Wer eine Strecke in zwei Wochen verspricht, überspringt entweder das Tracking-Fundament oder die CRM-Anbindung — meistens beides.

Was kostet der Aufbau eines eigenen Anfragesystems?

Das hängt davon ab, was bereits steht. Ein Betrieb mit sauberem CRM und funktionierender Website braucht etwas anderes als einer, der bei Tracking und Anfragestrecke bei null anfängt. Genau diese Einordnung ist der Zweck des Marktchecks: erst der Befund, dann der Umfang, dann ein Preis. Eine Zahl vor der Diagnose wäre geraten.

Was muss der Betrieb selbst leisten?

Drei Dinge. Erstens einen Vertrieb, der neue Anfragen zügig anruft — die Reaktionszeit ist ein Teil des Systems, kein Randthema. Zweitens einen Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis für Rückfragen zu Angebot und Zielgebiet. Drittens Zugriff auf Werbekonten, Website und CRM. Der Aufbau selbst liegt nicht beim Betrieb.

Funktioniert das auch ohne eigenen Außendienst?

Nein. Ein Anfragesystem erzeugt Gespräche, keine Aufträge. Die Abschlussquote in diesem Mandat entstand, weil hinter den Anfragen eine Vertriebsmannschaft stand, die Termine wahrnehmen und Angebote schreiben konnte. Ohne diesen Anschluss verlagert ein besseres System das Problem nur nach hinten.

Ersetzt das den Portal-Einkauf sofort?

Nein, und das sollte es auch nicht. In diesem Mandat lief der Portal-Einkauf weiter, bis die eigene Strecke messbar lieferte, und wurde erst danach heruntergefahren. Ein harter Schnitt vor dem ersten belastbaren Monat setzt den Vertrieb ohne Not auf Diät.

Wem gehören die Anfragen und die Daten?

Dem Betrieb. Eigene Domain, eigenes Formular, eigene Datenbank, eigene Werbekonten. Das ist kein Nebeneffekt, sondern der Kern des Unterschieds zum Portal-Einkauf: Eine gekaufte Anfrage ist ein Vorgang, eine eigene Anfrage ist ein Bestand, der auch nächstes Jahr noch zählt.