Fallstudie · mittelständischer PV-Installationsbetrieb · DACH
Von gekauften Leads zum eigenen Anfragesystem.
Der Betrieb kaufte seine Anfragen bei Portalen, zu 150 € pro Stück. Ich habe ihm eine eigene Strecke gebaut: von der Anzeige über Landingpage und Formular bis ins CRM und von dort als Signal zurück in die Werbekonten. Am Ende kostete eine Anfrage 22 €.
Ausgangslage
Die Anfragen kamen. Gesteuert hat sie jemand anderes.
Den ersten Hinweis gab der Vertrieb: Anfragen aus einem Hersteller-Partnerprogramm wurden deutlich häufiger zu Aufträgen als die gekauften. Gleiches Team, gleiche Produkte. Der Unterschied lag in der Anfrage selbst.
| Portal-Einkauf | Eigene Strecke | |
|---|---|---|
| Menge | hängt am Kontingent des Portals | über eigenes Budget steuerbar |
| Exklusivität | geht an mehrere Betriebe | wird nicht weiterverkauft; vergleichen kann der Interessent trotzdem |
| Angaben vorab | Name und Telefonnummer | Produktinteresse und Herkunft im CRM |
| Lernen | keine Rückmeldung | Abschlüsse gehen zurück an die Werbekonten |
Monat 1 · Audit
Erst verstehen, was der Betrieb weiß. Dann bauen.
Zwei bis drei Wochen Audit der Betriebsdaten: Nachfrage nach Produkt, die damals starke Wärmepumpen-Förderung, Schmerzpunkte der Zielgruppe. Danach Landingpages und Formulare, abgestimmt mit der Geschäftsführung. Technisches SEO begann bereits in dieser Phase; eigene Kampagnen liefen noch nicht.
Mein Teil
- Audit der Betriebsdaten
- Konzept der Strecke
- Landingpages und Formulare
- Kampagnen bei Google und Meta
- Tracking, auch serverseitig
- Anbindung an Bitrix24
- Technisches SEO
Teil des Betriebs
- Rückruf und Beratung
- Angebot und Abschluss
- Freigaben durch die Geschäftsführung
Stationen 01–02 · Nachfrage und Einstieg
Eigene Kanäle statt fremdem Kontingent.
Kampagnen bei Meta und Google, Landingpages je Produkt: Photovoltaik, Wärmepumpe, Kombination. Dazu technisches SEO für kaufnahe Suchanfragen. Die Menge hing ab jetzt am eigenen Budget, nicht am Portal.
1.750Anfragen in sechs Monaten, vor allem über Meta, organische Suche und Google Ads.
Stationen 03–04 · Anfrage und Übergabe
Der Vertrieb weiß vor dem Anruf, worum es geht.
Das Formular fragt in drei Schritten ab, was für das erste Gespräch zählt. Probieren Sie es aus: Daneben sehen Sie, was dabei im CRM ankommt.
Schema · Schritt 1 von 3
Wofür interessieren Sie sich?
Schritt 2 · Objekt und Zeitrahmen
Schritt 3 · Kontakt
- Produktinteresse
- Photovoltaik
- Herkunft
- Meta · Kampagne Region
- Einstiegsseite
- Landingpage Photovoltaik
- Status
- qualifiziert → Termin
- Rückmeldung
- Signal an Werbekonto
95 %der Anfragen kamen mit Produktinteresse und Herkunft im CRM an. Originaldaten des Betriebs werden nicht veröffentlicht.
Station 06 · Rückmeldung
Die Werbekonten lernen, welche Anfrage ein Auftrag wurde.
Tracking im Browser und serverseitig. Qualifizierte Anfragen und Abschlüsse gehen aus Bitrix24 als Signal zurück an die Werbekonten. Ab da optimieren die Kampagnen auf Aufträge, nicht auf Formulareingänge.
über 40 %niedrigere Kosten pro Anfrage, drei bis vier Tage nach dem Livegang des Server-Side-Trackings, bei durchgehend laufenden Kampagnen. Mit der CRM-Rückmeldung ging es weiter bis rund 22 €.
Ergebnis · sechs Monate
Die Technik stand schnell. Die Zeit ging in Prüfen und Abstimmen.
- Monat 1–
Audit, Landingpages, Formulare. Noch keine Kampagnen.
- Monat 2120 → 70–80 €
Kampagnenstart, nach zwei bis drei Wochen Testen 70–80 €.
- ab Monat 322 €
Einzelne Monate zwischen 15 und 30 €.
Worauf sich die Zahlen beziehen
- Reine Werbekosten pro Anfrage, ohne Aufbau und Betreuung. 150 € ist der Einkaufspreis einer Portal-Anfrage.
- 15 %: Abschlussquote der vorqualifizierten Anfragen im CRM.
Was sie nicht sagen
- Die über 40 % sind ein Vorher-nachher-Vergleich. Gleichzeitig mit und ohne Server-Side gemessen wurde nicht.
- 22 € sind ein erreichter Wert, kein Durchschnitt und kein Tarif.
- Ohne Vertrieb, der zügig zurückruft, wird aus keiner Anfrage ein Auftrag.
Diese Strecke für Ihr Angebot
Die Branche war Solar. Die Strecke passt auf jeden B2B-Betrieb mit Vertrieb.
Ihre bestehende Website bleibt. Gebaut wird auf einer Testumgebung, live geht es erst nach Ihrer Abnahme.
Festpreis, Umfang steht vor dem Start schriftlich fest.
Konten, Tag Manager und Tracking-Server laufen auf Ihren Namen.
Nach der Übergabe können Sie mich ersetzen. Das ist Absicht.
Anfragestrecke
3.490 €netto · Festpreis
- Landingpage
- mehrstufiges Formular
- Conversion-Tracking
- Benachrichtigung ans Team
- Bestätigung mit Terminlink
Anfragestrecke mit CRM
5.490 €netto · wie in diesem Fall
- alles aus der Anfragestrecke
- CRM-Anbindung mit Herkunft
- serverseitige Messung
- Rückmeldung an Google Ads
Schritt 1 Ihrer Strecke
Was soll die Strecke bei Ihnen lösen?
Dieselbe Frage stellt das Formular aus dem Fall. Ihre Antwort geht mit ins Kontaktformular, Sie müssen sie dort nicht noch einmal schreiben.
Antwort innerhalb von 24 Stunden werktags. Oder ohne Vorauswahl: Projekt anfragen
Fragen zum Fall
Was häufig nachgefragt wird.
Sind 22 € pro Anfrage auf meinen Betrieb übertragbar?
Nicht als Zusage. 22 € war ein erreichter Wert der optimierten Kampagnen, kein Durchschnitt des gesamten Projekts und kein Tarif. Was die Kosten pro Anfrage in Ihrem Fall bestimmt, sind Region, Produktmix und der Werbedruck Ihrer Mitbewerber. Übertragbar ist die Mechanik: Kaufabsicht, Exklusivität, Vorqualifizierung und Reaktionszeit lassen sich in jedem Betrieb mit eigenem Vertrieb nachbauen. Die Zahl, die dabei herauskommt, ist von Fall zu Fall verschieden.
Worauf beziehen sich Leadzahl und Conversion-Raten?
In sechs Monaten wurden insgesamt 1.750 Leads gewonnen, hauptsächlich über Meta Ads, organische Google-Suche und Google Ads. Etwa 95 % der Leads wurden in Bitrix24 mit Produktinteresse und Herkunft erfasst. Die Formulare qualifizierten nach Solar, Wärmepumpe oder Kombination vor. Unter diesen vorqualifizierten CRM-Leads lag die Abschlussquote bei rund 15 %.
Wie lange dauert es, bis eigene Anfragen ankommen?
Zwei bis drei Wochen Audit der Betriebsdaten: Nachfrage nach Produkt, die damals starke Wärmepumpen-Förderung, Schmerzpunkte der Zielgruppe. Danach Landingpages und Formulare, abgestimmt mit der Geschäftsführung. Technisches SEO begann bereits in dieser Phase; eigene Kampagnen liefen noch nicht. Zum Kampagnenstart kostete eine Anfrage rund 120 €. Nach zwei bis drei Wochen Testen und Nachschärfen von Anzeigenvarianten und Platzierungen lagen die Kosten bei 70–80 €. Dann gingen Server-Side-Tracking und die Anbindung an Bitrix24 live. Drei bis vier Tage später lagen die Kosten pro Anfrage über 40 % niedriger, bei durchgehend laufenden Kampagnen. Qualifizierte Anfragen und Abschlüsse gingen danach als Signal zurück an die Werbekonten. Ab dem dritten Projektmonat lagen die Kosten bei rund 22 €. Die einzelnen Monate danach lagen zwischen 15 und 30 €, meist um 22 €. Die 22 € sind ein erreichter Wert, kein Durchschnitt des gesamten Projektzeitraums.
Was kostet der Aufbau eines eigenen Anfragesystems?
Die Strecke aus diesem Fall gibt es heute als Festpreis: Landingpage, mehrstufiges Formular, Conversion-Tracking und Benachrichtigung für 3.490 € netto, mit CRM-Anbindung und Rückmeldung an Google Ads für 5.490 € netto. Werbebudget kommt dazu und läuft über Ihre eigenen Konten. Für Solar- und Wärmepumpenbetriebe gibt es zusätzlich den kostenlosen Marktcheck.
Was muss der Betrieb selbst leisten?
Drei Dinge. Erstens einen Vertrieb, der neue Anfragen zügig anruft — die Reaktionszeit ist ein Teil des Systems, kein Randthema. Zweitens einen Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis für Rückfragen zu Angebot und Zielgebiet. Drittens Zugriff auf Werbekonten, Website und CRM. Der Aufbau selbst liegt nicht beim Betrieb.
Funktioniert das auch ohne eigenen Außendienst?
Nein. Ein Anfragesystem erzeugt Gespräche, keine Aufträge. Die Abschlussquote in diesem Mandat entstand, weil hinter den Anfragen eine Vertriebsmannschaft stand, die Termine wahrnehmen und Angebote schreiben konnte. Ohne diesen Anschluss verlagert ein besseres System das Problem nur nach hinten.
Ersetzt das den Portal-Einkauf sofort?
Nein, nicht sofort. Portal-Einkauf und eigene Strecke liefen parallel. Heruntergefahren wurde der Einkauf erst, als die eigene Strecke messbar lieferte. So hatte der Vertrieb in der Anlaufphase keine Lücke.
Wem gehören die Anfragen und die Daten?
Dem Betrieb. Eigene Domain, eigenes Formular, eigene Datenbank, eigene Werbekonten. Das ist kein Nebeneffekt, sondern der Kern des Unterschieds zum Portal-Einkauf: Eine gekaufte Anfrage ist ein Vorgang, eine eigene Anfrage ist ein Bestand, der auch nächstes Jahr noch zählt.